Es werden keine Laptop-Drucker und keine so genannten “Einweg-Drucker” wie z. B. S-200 oder i320 repariert, da die Ersatzteile meistens teurer sind, als der ganze Drucker einmal gekostet hat. Das betrifft auch bedingt den iP3000, da es grundsätzlich keine Ersatzteile für den Drucker gibt (außer Tintenfilze und einige Kleinteile. Wir haben noch einige iP3000 zum Ausschlachten am Lager). Bitte fragen Sie immer gezielt an, dann können wir Ihnen meistens einen Rat zur Reparatur geben und auch sofort einen Reparaturpreis für das jeweilige Modell nennen.
Wichtige Tipps und Hinweise
Bitte lesen, ausdrucken (falls Ihr Drucker funktioniert) und aufbewahren
Damit Sie lange Freude an Ihrem Drucker haben, beachten Sie bitte die nachfolgenden (wirklich gut gemeinten) Ratschläge, die in keinem Handbuch zu finden sind. Durch langjährige Erfahrungen und Tests sind diese „goldenen Druckerregeln“ von uns entstanden und für manchen Anwender bestimmt interessant.
1) Falls Sie das Gerät im Winter erhalten haben, beachten Sie bitte, dass Sie es nach dem Auspacken nicht sofort anschließen. Lassen Sie es einige Stunden „anwärmen“ bei Raumtemperatur. Die Temperaturunterschiede zwischen Transportfahrzeug und Wohnung können teilweise bis zu 35 Grad Celsius betragen. Eine Menge Holz für die empfindliche Elektronik innerhalb des Gerätes (statische Elektrizität).
2) Beim Einsetzen der Tintenpatronen aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass sie nicht zu kräftig eingedrückt werden (wie teilweise bei HP-, Lexmark- oder Epson-Druckern üblich). Bitte immer einen Gegendruck am Druckkopf oder -halter mit einem anderen Finger ausüben. Die Abbruchgefahr des Druckkopfhalters ist recht hoch bei zu kräftigem Eindrücken.
3) Wenn der Drucker täglich benutzt wird, so schalten Sie ihn über Nacht nicht aus, da jeder Reinigungsvorgang nach dem Einschalten relativ viel Tinte verbraucht. Diese Vorgehensweise ist preisgünstiger als der Stromverbrauch im Stand-By-Modus. Außerdem hat der Druckkopf dann immer eine gleichmäßige Temperatur. Patronen niemals ganz leer drucken, ansonsten verbrennt der Kopf (siehe die vielen defekten Drucker, die bei eBay angeboten werden) !!! Das betrifft besonders die "Chip-Drucker" mit umgeklebten Chips !!!
4) Falls das Gerät einige Zeit nicht in Gebrauch sein sollte (wenig Druckbedarf, Urlaub etc.), nehmen Sie den Druckkopf aus der Druckkopfhalterung und legen ihn in Reinigungsflüssigkeit liqui-jet® ( erhältlich bei uns ).
Dieser Reiniger ist nach unseren Erfahrungen der beste auf dem gesamten Markt. Vergessen Sie die Tipps von den so genannten Experten in Fachzeitschriften, Druckerforen etc. Weder warmes Wasser, noch Alkohol, Aceton, Kaltreiniger oder Ultraschall reinigen den Kopf. Im Gegenteil: Der Kopf wird durch diese Prozeduren unter Umständen komplett zerstört.
Die Öffnungen an den Patronen bitte luftdicht abschließen, damit der Alkohol in der Tinte nicht verdunstet. Die Patronen am besten im Kühlschrank aufbewahren. Die Lebensdauer des Kopfes erhöht sich durch diese Prozedur erheblich, da Sauerstoff der größte Feind der Druckdüsen ist! Auch in der Parkposition des Druckkopfes kann unter Umständen Sauerstoff an die Düsen gelangen, deshalb beachten Sie auch bitte den nächsten Hinweis.
5) Für Wenigdrucker: Einmal pro Woche einen 4-farbigen, möglichst ganzseitigen Ausdruck tätigen, denn der Drucker ist zum Drucken geschaffen, nicht zum Stehen!!! Die Tinte spült dann alle Düsen durch. Das wird preisgünstiger, als ein neuer Druckkopf, der ansonsten schnell eintrocknet, wenn er nichts „zu tun“ hat! Vorbeugend kann man den Druckkopf in „drucklosen Zeiten“ natürlich auch in den Kopfreiniger legen. Wenn der Kopf wieder eingebaut wird, so sollten Sie Folgendes beachten: Mit einem Küchentuch abtupfen (niemals dabei die Düsenseite berühren!!!) sowie die rückseitigen elektrischen Kontakte am Kopf zusätzlich mit Alkohol (Spiritus) reinigen. Unbedingt darauf achten, dass sich keine Tröpfchen vom Reiniger noch rückseitig befinden. Sie könnten einen Kurzschluss verursachen.
6) Der wohl wichtigste Tipp
, den garantiert 95 % aller Anwender nicht beachten werden: Bitte immer Original-Canon-Patronen verwenden (auch wenn die Fachpresse etwas anderes behauptet). Wir haben wirklich fast alle am Markt erhältlichen Fabrikate getestet!! Die feinen Düsen des Kopfes können schnell mit Fremdtinte verkleben (andere Rezeptur!!). Es gibt Ihnen niemand eine Garantie bei Einsatz von Fremdtinte. (Wir haben keine Canon-Aktien). Hinzu kommt ein großes Manko bei einigen Fremdpatronen: Aus Kostengründen ist bei manchen Herstellern auf der unteren Patronenseite kein Prisma zum Abtasten des Tintenfüllstandes im Spritzgussteil eingearbeitet worden. Die Elektronik des Druckers kann also nicht erkennen, ob noch Tinte im Behälter vorhanden ist. Die Folge davon: Der Druckkopf bzw. die Leiterbahnen verbrennen, weil die Düsen ständig eine Tintenblase bilden wollen, jedoch keine Tinte vorhanden ist. Benutzer der Baureihen i550, i560 und i850 sowie PIXMA-Generationen iP3000, iP4000, iP4200, iP4300, iP5200 etc. können davon ein Lied singen, weil durch Einsatz von Nicht-Canon-Tinte, bzw. Umkleben der Chips an den Patronen, die Tintenstandsanzeige nicht mehr funktioniert und als Folge davon der Druckkopf "verschmort". Hinzu kommt noch ein weiteres Übel, das die Canon-Entwickler anscheinend nicht in den Griff bekommen (können oder wollen?): Nicht nur die Leiterbahnen des Druckkopfes verschmoren, ein Kurzschluss im Kopf verursacht auch meistens noch den vollkommenen Ausfall der Hauptplatine. Die bei eBay angeboten Defektdrucker mit der Formulierung „Der Drucker lässt sich nicht einschalten“ sprechen eine deutliche Sprache. Dieses Phänomen gab es bei den „alten“ Canon-Druckern der Reihen BJ und BJC nicht. Vielleicht sollte im Stammhaus Canon noch einmal Grundlagenforschung betrieben werden.
7) Das Nachfüllen von Patronen ist ein Thema, auf das uns erst ein eifriger Leser dieser Tipps aufmerksam gemacht hatte. Wir haben (ehrlich gesagt) überhaupt nicht daran gedacht, dass es bei den supergünstigen Preisangeboten von NoName-Patronen auch noch Menschen gibt, die mit Spritze und Handschuhen bewaffnet diese Arbeit verrichten. Wenn dem so sein sollte, so gibt es dazu von uns natürlich auch ein paar Hinweise, die man beachten sollte:
Es lohnt sich wirklich nicht, sich diesen „Schweinkram“ anzutun, zumal fertig befüllte NoName-Patronen heutzutage schon so preiswert sind, dass es letztendlich teurer wird, diesen dadurch entstandenen Schmutz zu beseitigen, als eine Patrone gekostet hat. Außerdem kann man diese Patronen auch nur einige Male wiederbefüllen, da sich der Schwamm innerhalb des Patronengehäuses im Laufe der Zeit durch die Inhaltsstoffe zusetzt und dann kein Tintenfluss mehr möglich ist. Auch Vieldrucker, die mit einem Schlauchsystem arbeiten, sind davon betroffen. Unser Rat: Lassen Sie die Finger von dieser „schmutzigen Angelegenheit“.
8) Bauen Sie um Himmels Willen auch niemals einen vermutlich defekten Druckkopf in einen anderen Drucker ein, nach dem Motto: "Ich muss doch mal sehen, ob er nicht doch noch funktioniert". Dieses Ausprobieren hat oftmals fatale Folgen für den anderen (neuen) Drucker. Denn dort kann sich unter Umständen die Hauptplatine sehr schnell ins Jenseits verabschieden und dann haben Sie zwei defekte Drucker und zwei defekte Druckköpfe!!!
Wir geben in diesem Falle keine Garantie auf das Gerät und den Druckkopf (wir können es feststellen, ob ein defekter Kopf verbaut wurde).
9) Seien Sie bitte vorsichtig beim Kauf von defekten Druckern. Ein Laie bekommt ihn in der Regel nicht wieder zum Laufen. Wir sehen es täglich beim Ankauf von defekter Ware, wie oft das Paket schon durch die Republik gereist ist. Sofern in der Beschreibung die Worte "Läßt sich nicht einschalten" auftauchen, sollten alle Alarmglocken läuten. Diese Aussage ist meistens ein Hinweis auf einen defekten Druckkopf mitsamt der Hauptplatine (wie bereits weiter oben schon erwähnt, bekommt Canon dieses Phänomen nicht in den Griff !! Bei älteren Druckermodellen trat dieser Defekt nie auf.)
10) Auch der Hinweis in den eBay-Anzeigen, dass der Drucker kein Papier einzieht ist in der Regel mit einer kompletten Demontage verbunden, die von "Nichtfachleuten" nicht bewerkstelligt werden kann. Es hat auch keinen Zweck, wenn so genannte Hobbybastler an den Druckern werkeln. Lassen Sie bitte die Finger davon. Wir sehen täglich, was dabei herauskommt: Ein Haufen Schrott !!! Es bringt auch nichts, wenn einige Leute die Tintenfilze auswaschen. Sie nehmen anschließend keine Farbe mehr auf und nach kurzer Zeit läuft die Alttinte aus allen Ritzen des Druckers heraus.
11) Ein wichtiger Tipp noch zu den neueren Canon-Drucker-Baureihen mit elektronischem Chip an den Patronen: Aus Erfahrung wissen wir, dass sogar nagelneue Patronen eine Fehlerquote aufweisen können und der Drucker dadurch lahmgelegt wird. Diese Quote wird sogar noch erhöht durch das permanente Umkleben der Chips auf No-Name-Patronen. Auch der Einsatz von so genannten Umbau-Kits ändert nichts an dieser Tatsache. Im Gegenteil: Unsere Erfahrungen haben ergeben, dass diese eine enorme Ausfallquote aufweisen (bis zu 70 %).
Aus diesem Grunde können Sie nagelneue "Chip-Drucker" für EUR 1,00 bei eBay kaufen (ohne Kopf und Patronen) !!! Niemand will sie haben !
Unsere Empfehlung lautet deshalb: Bleiben Sie bei den Vorgänger-Drucker-Modellen ohne Tinten-Chips, die Patronenausfallrate ist bei diesen gleich Null und die Druckqualität mit denen der neueren Baureihen bei gleicher Auflösung absolut identisch !
Wir wissen, dass wir durch die Bekanntgabe dieser Tipps den Groll sehr vieler Händler auf uns ziehen. Sie können es uns aber glauben: Die jahrelangen Erfahrungen mit zig-Millionen gedruckter Tintenstrahlblätter geben uns Recht, da wohl kaum jemand der Verbraucher diese Anzahl je erreichen wird.
Wir wünschen allen „Hobby- und Profidruckern“ immer beste Ausdrucke (und Eindrücke).

