Sauerei, diesmal nicht!
Quelle: http://futurezone.orf.at/it/stories/222371/
Microsoft beugt sich EU-Urteil
Microsofts Chefanwalt Brad Smith will alles tun, um dem Verlangen der EU nach mehr Interoperabilität seiner Software nachzukommen. Das erklärte Smith in einer kurzen Stellungnahme. Ob Microsoft gegen das Urteil Berufung einlegen wird, ließ er offen.
Die Zeit seit der Verkündung des Urteils am Vormittag sei zu kurz gewesen, um wirklich alle seine Aspekte ausreichend beurteilen zu können, sagte Smith bei seiner Pressekonferenz am Montagnachmittag.
Daher wolle und werde er sich vorerst nicht dazu äußern, ob Microsoft gegen das Urteil Berufung einlegen werde, sagte Smith. Dazu sei noch genügend Zeit [zwei Monate, allerdings nur in Formalfragen möglich, Anm.].
Media Player kein Thema mehr
Zum Urteil selbst meinte Smith, Microsoft werde alles in seiner Macht Stehende tun, um jeden Aspekt des Urteils zu befolgen.
Punkt eins, die Loslösung des Media Player vom Betriebssystem Windows, sei bereits erledigt. Seit zwei Jahren gebe es Windows XP N und mittlerweile auch ein Windows Vista ohne Media Player, beide wolle Microsoft in Europa weiterhin anbieten, sagte der Microsoft-Anwalt.
Das EU-Gericht erster Instanz wies am Montag eine Beschwerde des US-Software-Konzerns Microsoft gegen ein von der EU-Kommission verhängtes Bußgeld in der Höhe von 497 Millionen Euro in allen wesentlichen Punkten zurück.
Niederlage für Microsoft vor EU-Gericht
Preissenkung für Server-Schnittstellen?
Auch im zweiten inkriminierten Punkt, der ausreichenden Offenlegung der Server-Schnittstellen, wolle Microsoft so schnell wie möglich die Auflagen der EU erfüllen, so Smith. Die offenen Punkte sollten demnach so schnell wie möglich geklärt werden.
Einer davon sei der passende Preis, den Microsoft für die Offenlegung von der Konkurrenz verlangen könne, so Smith. Hier gebe es noch Diskussionsbedarf mit der Kommission.
Wenn notwendig, werde Microsoft den Preis noch weiter senken, allerdings sage das Urteil nicht, dass die Schnittstellen kostenlos offengelegt werden müssten, sagte der Microsoft-Anwalt. Man wolle sorgsam zuhören, was die Kommission brauche und wolle, so Smith.
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